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Das Konzept unserer Arbeit
     
   
    Wir arbeiten nach dem vom VSE entworfenen Methodenkonzept der Subjektorientierung,
das ausführlich und detailliert in in dem Buch "Sich am Jugendlichen orientieren"
(ISBN: 3-925146-19-9) dargestellt ist und im Laufe der Jahre weiterentwickelt wurde.
   
   

Die Betreuung ist demnach so zu organisieren, dass alle Hilfeangebote aus Sicht der
AdressatInnen betrachtet werden. Auch wenn Normen, Wertvorstellungen und Zielsetzungen
von Eltern, Schule, Jugendamt oder anderen an der Hilfe beteiligten Personen und
Institutionen unter Umständen im Widerspruch dazu stehen.
Ausgehend von diesen Widersprüchen werden - vor allem mit den AdressatInnen, aber auch
unter Einbeziehung der anderen Beteiligten - passende Lösungswege entwickelt und
entsprechende Hilfepläne formuliert.

   
    Das angestrebte Fernziel ist die eigenverantwortliche Lebensbewältigung.
   
   
   
    Zentralorientierungen
   
    Oft verhalten sich Hilfesuchende sehr widersprüchlich. Sie formulieren z.B. Ziele, die nicht
ihren Interessen und Bedürfnissen entsprechen, sondern aus verinnerlichten Erwartungs-
haltungen resultieren. Dann ist wichtig, eine klare, wirklich am Subjekt ausgerichtete
Orientierung für die Hilfe zu erarbeiten.
   
    Unser Konzept der Subjektorientierung nennt dabei drei zentrale Bereiche:
    Die äußeren Bedingungen (objektive Gegebenheiten: die Entscheidung zur Betreuung,
der Erziehungsauftrag, Rechtsgrundlagen, materielle Bedingungen etc.).
    Die verbale Kommunikation als Gesprächskontakte zwischen BetreuerInnen und AdressatInnen.
    Der Verhaltens- oder Handlungsbereich als Ausdruck der indirekten Selbstäußerung über
Befindlichkeit und persönliche Lage. Hierbei werden Handlungen bzw. das Verhalten
interpretiert.
     
      Das Konzept der Subjektorientierung fordert die stets gleichwertige und gleichzeitige
Betrachtung dieser drei Bereiche, so dass eine brauchbare Handlungsorientierung daraus
erwachsen kann.
     
      Die Arbeit nach unserem Konzept beruht auf 3 Pfeilern:
     
  • Freiwilligkeit (Die AdressatInnen fragen aus eigener Entscheidung um Hilfe nach und
    nehmen diese dann freiwillig in Anspruch.)
  • Akzeptanz (Die AdressatInnen werden so akzeptiert und angenommen, wie sie sind.
    Intervention und Auseinandersetzung sind Bestandteil der Akzeptanz.)
  • Parteilichkeit (Die pädagogischen Fachkräfte handeln aus der Perspektive und im
    Interesse der AdressatInnen, weisen diese auf ihr Handeln hin, wenden sich im
    Konfliktfall niemals von der Person ab und gehen unter Umständen auch Umwege der
    AdressatInnen mit.)
      Unser Konzept sieht Reflexion als Grundvoraussetzung für die Betreuungsarbeit. Dementsprechend muss dafür genügend Freiraum organisiert werden.
     
      Die Reflexion erfolgt auf 3 Ebenen:
     
  • Die Reflexion des Einzelnen als Grundlage aller Reflexionsprozesse,
  • die Reflexion im Team (Kollegiale Beratung/Team als Methode) und
  • die Reflexion durch Praxis- bzw. Fachberatung des Teams.